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                 Burg Hohenberg / Eger

... Wir betreten die Burg durch drei gut erhaltene Toranlagen.

Die Vorburg (wo sich auch ein Teil der Gästezimmer befindet) wurde am Ende des 2. Weltkrieges zerstört und erst in den Jahren 1985/86 wieder aufgebaut. Über eine ehemalige Zugbrücke und durch den mit einem Dachreiter versehenen inneren Torturm gelangen wir in das Innere der Burg.

Wenden wir unseren Blick nach links kommen wir zum Storchenturm, auf dem seit Jahrzehnten der Weißstorch nistet. Der nachfolgende Gefängnisturm fügt sich in die Burgmauer ein und bietet eine urig rustikale Atmosphäre. Der fachwerkgeschmückte Felsenturm kann begangen werden. Von ihm hat man einen großartigen Ausblick in das benachbarte Egerland. Der südöstliche Stuckturm war 1943 eingestürzt und wurde danach wieder hergestellt.

Den Burghof beherrscht das hohe, 1666 erbaute Fürstenhaus (Gästezimmer). Der Burgbrunnen soll früher bis in zur Sohle der Eger hinabgereicht haben. Nebenan finden wir vier Freiungssäulen des ehemals kaiserlich befreiten Burg Hohenberg.

Umgeben von der Burgmauer und dem Burgwall haben wir hier auf der Burg einen wunderschönen und romantischen Ort zum ausgelassenen  Feiern und Genießen.

Wir freuen uns euch bald auf Burg Hohenberg begrüßen zu können.

Das Brautpaar

Historie

Die Entstehung der Burg Hohenberg hängt mit der Sicherung der Reichsburg Eger zusammen. Eine wichtige Aufgabe erfüllte sie als Grenzfeste zur Deckung des Schirndingpasses. Den ersten sicheren Hinweis auf die Burg enthält eine Urkunde aus dem Jahre 1222, in der erstmals ein Bertholdus de Honberg erwähnt wird, der sich als reich begüterter egerländischer Ministeriale nach seiner Hauptburg Hohenberg nennt.

Einer seiner Nachkommen, Konrad, genannt Künzel von Hohenberg, hatte das königliche Burglehen bis 1285 inne.

Zum Schutze der Burg wurde auf dem "freien Berg" Hohenberg in zwei Burggütern, deren Inhaber zur Burghut verpflichtet waren, und in einer kleinen dörflichen Siedlung eine besonders bevorrechtete Mannschaft ansässig gemacht. Aus dieser Burgkolonie entwickelte sich der spätere Marktort. Burg und Siedlung waren Mittelpunkt eines Herrschaftskomplexes, von dem aus das politische und wirtschaftliche Leben bis weit in das Fichtelgebirge hinein bestimmt wurde. Burgwerkspflicht hatten u.a. die Stadt Arzberg und das Dorf Schönnbrunn bei Wunsiedel in Hohenberg zu leisten. Burgkornorte waren zu Naturallieferungen nach Hohenberg verpflichtet.

Nach dem Aussterben der Herren von Hohenberg wurde das Burglehen 1285 von König Rudolf von Habsburg an den hohenzollerischen Burggrafen Friedrich III. von Nürnberg vergeben, der bereits 1248 durch den Erwerb Bayreuths zum westlichen Nachbarn des Egerlandes geworden war. Als im Jahre 1322 Stadt und Land Eger zur Entschädigung für gewährte Wahlunterstützung und insbesondere Waffenhilfe in der Schlacht bei Mühldorf als Reichspfand durch Kaiser Ludwig den Bayern an den Böhmenkönig Johann von Luxemburg verpfändet wurde, blieben sie weiter im Besitz der Veste Hohenberg. Sie bauten Hohenberg zum Sitz eines Verwaltungsamtes innerhalb der neuerworbenen Gebiete im Röslautal und der späteren sogenannten Sechsämter aus und setzten als Amtmänner Angehörige der Adelsgeschlechter der Umgebung ein wie z.B. die von Seckendorff, von Kotzau oder von Schirnding.

Das Amt und Gericht Hohenberg sollte gemäß einer alten Tradition nach der Stadt Wunsiedel vor anderen Städten, Märkten und Flecken der Sechsämter den Vorzug haben. Bis 1504 war das Amt in Personalunion mit dem Amt Wunsiedel vereinigt. Bei der Teilung der beiden Ämter entstanden aus den vorherigen fünf Ämtern die sogenannten Sechsämter als Verwaltungseinheit. Das Amt Hohenberg umfasste nunmehr die Gegend um Hohenberg, Arzberg und Höchstädt bei Thiersheim mit einer Fläche von ca. 20 qkm. Dem Amt standen adelige Hauptleute vor, deren Tätigkeit sich auf militärische Befehlsgewalt, Wahrung der landesherrlichen Rechte im Justizwesen, Beaufsichtigung der Freistatt Hohenberg (d.h. innerhalb eines durch vier Säulen gekennzeichneten Gebietes genoss ein Verfolgter Rechtsschutz bis zum Ausgang seiner Sache) und der Regulierung von Grenzzwischenfällen des Brandenburgischen und Egerer Gebietes erstreckte. 1613 wurden innerhalb der Sechsämter neun Richterämter geschaffen und zum Oberamt Wunsiedel vereinigt. Hohenberg und Arzberg erhielten ihr eigenes Richteramt mit selbständigen Richtern bzw. Verwaltern, die bis 1799 im Amt standen.

Während des Dreißigjährigen Krieges, in dem das Land bis 1631 neutral blieb, wurde Hohenberg von vielen Durchzügen der Kriegsparteien betroffen. Die Burg Hohenberg war in dieser Zeit mit etwa 200 Soldaten belegt. Von 1631 bis 1635 verbündete sich die Markgrafschaft mit den Schweden und für das Sechsämterland begann eine Schreckenszeit. Hohenberg wurde 1632 nach vergeblicher Verteidigung des Schirndinger Passes von den kaiserlichen Truppen eingenommen. Bis 1635 hatte die Burg eine Besatzung von 100 Mann. Das gesamte Umland bis nach Hof musste nach Hohenberg Abgaben leisten und notfalls Geiseln stellen.

Die Landesherrschaft wechselte danach mehrfach, wobei die Markgrafschaft Ansbach-Bayreuth 1791 zum Königreich Preußen und 1810 nach vorheriger vierjähriger französischer Besetzung zum Königreich Bayern gelangt war.

Eine heilkräftige Mineralquelle am Fuße des Burgberges wurde schon im 17. Jahrhundert kurmäßig gebraucht. 1824 entsprach die bayerische Königin Caroline dem Wunsch der Gemeinde, "daß dem daselbst neu zu eröffnenden Gesundbrunnen Mein Name beigelegt werde".

Droben auf der alten Burg stand die Wiege der nordostbayrischen Porzellanindustrie. Carolus Magnus Hutschenreuther aus Wallendor/ Thüringen (da ist auch die Verbindung zu unsere Heimat) fand hier auf dem Steinberg nicht nur die Liebe seines Lebens, sondern auch kaolinhaltige Erde. Er gründete 1814 am Ort die erste Porzellanmanufaktur in Nordbayern.

1852 wird das erste Hohenberger Wiesenfest gefeiert. Es gehört damit zu den ätesten im Sechsämterland.

1852 wird zur Erinnerung eines königlichbayerischen Besuches auf Burg Hohenberg auf dem Burgwall ein Holzpavillion, die Königsruh errichtet.

1945 wird Hohenberg kurz vor Kriegsende von deutschen Soldaten fünf Tage lang verteidigt. Durch amerikanischen Atelleriebeschuss werden über 30 % der Anwesen und große teile der Burganlage zerstört.

Seit 1955 hat das Sudetendeutsche Sozial- und Bildungswerk e.V. die Burg gepachtet

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weitere Informationen zu Hohenberg findet Ihr unter: stadt-hohenberg.de

update:01.08.2015 | made & copyrights by: kathleens-eigen-art.com